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UN-Kinderrechtskonvention

Hier habe ich versucht, das "Übereinkommen über die Rechte des Kindes" soweit wie möglich leicht und verständlich darzustellen. Möchten Sie "UN-Kinderrechtskonvention im Wortlaut Texte in amtlicher Übersetzung" mal lesen, unter
http://www.kinderschutz-zentren.org/ksz_info3.html Oder

http://kinderpolitik.de/bibliothek/content/index.html werden Sie fündig.



Vorwort:(von mir)
  • Bereits 1924 wurde in der "Genfer Erklärung über die Rechte des Kindes" festgehalten, dass Kinder besonderen Schutz brauchen.
  • 45 Jahre später, also 1969, wurde die Genfer Erklärung von der Generalversammlung der Vereinten Nationen angenommen.
  • Der Kernpunkt der Genfer Erklärung über die Rechte des Kindes besagt, die Kinder sollen Liebe, Geborgenheit, Glück, und Verständnis bei ihren Eltern finden.
Vieles hat sich aber geändert:
  • Viele Eltern haben heute nicht mehr genügend Zeit für ihre Kinder. (Beide Elternteile sind berufstätig).
  • Geschiedene oder getrennt lebende Eltern.
  • Kinder, die ohne leibliche Eltern in Heimen oder Pflegefamilien aufwachsen.
  • Kinder, die straftätig geworden sind.
  • Kinder, die von Krieg und Terror bedroht sind.
  • Kinder in den armen Ländern, die von Seuchen und Hunger bedroht sind.

An all das haben die vereinten Nationen gedacht und dies im "Übereinkommen über die Rechte des Kindes" festgelegt. Das Übereinkommen soll alle Kinder auf der Welt vor Benachteiligungen schützen.


Hinweis:

Alle in () und farbig markierte Texte sind von mir.
(!!!) = Hier habe ich stark gekürzt.
Das Übereinkommen hat auch eine Präambel(Einleitung), die wichtigsten Punkte sind im Vorwort erwähnt.

 


" Übereinkommen über die Rechte des Kindes "

 
  • Teil I
  • Artikel 1:
  • Kinder sind alle Menschen, die noch nicht das achtzehnte Lebensjahr vollendet haben.
  • Oder Kinder sind alle Menschen, die noch nicht volljährig sind.
  • Artikel 2:
  • Alle Kinder sind gleich und haben gleiche Rechte unabhängig von der Rasse, der Hautfarbe, dem Geschlecht, der Sprache, der Religion, der sozialen und wirtschaftlichen Herkunft.
  • Kinder dürfen nicht wegen Tätigkeiten ihrer Eltern diskriminiert oder bestraft werden.
  • Artikel 3:
  • Bei allen Massnahmen, die Kinder betreffen, ist das Wohl des Kindes vorrangig zu berücksichtigen.
  • Die Länder müssen alles tun , dem Kind den Schutz und die Fürsorge zu gewährleisten.
  • Die Institutionen, Dienste und Einrichtungen in den Ländern müssen den bestehenden Normen entsprechen.
  • Artikel 4:
  • Die Länder sollen alles tun, um in diesem Übereinkommen anerkannte Rechte zu verwirklichen.
  • Artikel 5:
  • Die Länder achten die Aufgaben, Rechte und Pflichten der Eltern, das Kind und seine Rechte bei der Ausübung seiner anerkannten Rechte.
  • Artikel 6:
  • Jedes Kind hat ein angeborenes Recht auf Leben.
  • Länder gewährleisten das Überleben und die Entwicklung des Kindes.
  • Artikel 7:
  • Im Einklang mit den innerstaatlichen Rechten und internationalen Abkommen ist das Kind unverzüglich nach seiner Geburt zu registrieren.
  • Jedes Kind hat das Recht auf einen Namen von Geburt an, das Recht eine Staatsangehörigkeit zu erwerben und seine Eltern zu kennen und von ihnen betreut zu werden.
  • Artikel 8:
  • Die Länder sind verpflichtet, das Recht des Kindes auf seine Identität einschliesslich seiner Staatsangehörigkeit, seines Namens und seiner gesetzlich anerkannten Familienbeziehungen zu achten.
  • Werden einem Kind widerrechtlich einige oder alle Bestandteile seiner Identität genommen, so gewähren die Staaten ihm Beistand und Schutz mit dem Ziel, seine Identität wieder herzustellen.
  • Artikel 9:
  • Kinder dürfen von ihren Eltern nicht getrennt werden, wenn die Eltern das nicht wollen; es sei denn, dass die Trennung zum Wohl des Kindes notwendig ist. (Misshandlung - Vernachlässigung)
  • Das Kind hat das Recht auf regelmässige persönliche Beziehungen und unmittelbare Kontakte zu beiden Elternteilen, wenn es von einem oder beiden Elternteilen getrennt ist.
  • Ist die Trennung Folge einer Haftstrafe, hat das Kind das Recht auf Auskunft über den Verbleib des oder der abwesenden Familienangehörigen.
  • Artikel 10:
  • Die Anträge auf Einreise oder Ausreise Zwecks Familienzusammenführung müssen von Ländern wohlwollend und schnell bearbeitet werden.
  • Ein Kind, dessen Eltern in verschiedenen Ländern leben, hat das Recht auf regelmässig persönliche Beziehungen und unmittelbare Kontakte zu beiden Elternteilen.
  • Artikel 11:
  • Die Länder treffen Massnahmen, um das rechtswidrige Verbringen von Kindern ins Ausland und ihre rechtswidrige Nichtrückgabe zu bekämpfen
  • Zu diesem Zweck fördern die Länder den Abschluss der Übereinkünfte.
  • Artikel 12:
  • Ein Kind, das fähig ist, eine Meinung zu bilden, hat das Recht, sie auch zu äussern. Besonders, wenn es dabei um Gelegenheiten geht, die ein Kind direkt betreffen.
  • Artikel 13:
  • Das Kind hat das Recht auf freie Meinungsäusserung.
  • Das Kind hat die Freiheit, sich Informationen zu beschaffen, zu empfangen und weiterzugeben.
  • Die Ausübung dieses Rechts kann bestimmte Einschränkungen unterworfen werden
  • Artikel 14:
  • Kinder haben das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit.
  • Artikel 15:
  • Kinder haben das Recht, sich frei mit Anderen zusammen zu Schließen und sich friedlich zu versammeln.
  • Artikel 16:
  • Kinder haben das Recht auf Privatleben.
  • Ihre Ehre und ihr Ruf sind zu achten.
  • Artikel 17:
  • Kinder haben das Recht auf freien Zugang zu Informationen und Material verschiedener Quellen, besonders derjenigen, welche ihre körperliche und geistige Gesundheit zum Ziel haben.
  • Die Massenmedien sollen ermutigt werden, kindergerechte Informationen und Material zu verbreiten.
  • Artikel 18:
  • Beide Elternteile sind für die Erziehung und Entwicklung des Kindes verantwortlich.
  • Die Staaten unterstützen die Eltern in angemessener Weise bei der Erfüllung ihrer Aufgabe.
  • Kinder berufstätiger Eltern haben das Recht, Kinderbetreuungsdienste und -einrichtungen zu nutze
  • Artikel 19:
  • Kinder sind vor jeder Form körperlicher oder geistiger Gewaltanwendung, Misshandlung, Vernachlässigung, Ausbeutung und des sexuellen Missbrauchs zu schützen.
  • Artikel 20:
  • Kinder, die keine Eltern haben oder aus ihrer familiären Umgebung herausgelöst werden, haben Anspruch auf besonderen Schutz und Beistand.
  • Artikel 21:
  • Das Wohl des Kindes ist bei der Adoption der wichtigste Gesichtspunkt.
  • Die Adoption eines Kindes darf nur durch die zuständigen Behörden bewilligt werden.
  • Artikel 22:
  • Flüchtlingskinder brauchen Schutz und humanitäre Hilfe.
  • Flüchtlingskinder haben gleiche Rechte wie die Kinder, die in dem Land aufgewachsen sind
  • Artikel 23:       (behindertes Kind braucht besondere Hilfe)
  • Ein geistig oder körperlich behindertes Kind soll ein erfülltes und menschenwürdiges Leben führen.
  • Behinderte Kinder haben Anspruch auf besondere Betreuung.
  • Ein behindertes Kind hat besondere Bedürfnisse.
  • Austausch von Informationen unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der Entwicklungsländer wird gefördert.
  • Artikel 24:
  • Die Kinder haben das Recht auf das erreichbare Höchstmass an medizinischer Fürsorge, ärztlicher Hilfe und Gesundheit.
  • Die Staaten bemühen sich,
    • dieses Recht voll zu verwirklichen
    • die Säuglings- und Kindersterblichkeit zu verringern
    • Krankheiten sowie Unter- und Fehlernährung zu bekämpfen
    • eine angemessene Gesundheitsfürsorge für Mütter vor und nach der Entbindung sicherzustellen
    • alle Bräuche, die für die Gesundheit der Kinder schädlich sind,abzuschaffen
    • die internationale Zusammenarbeit zu unterstützen.
  • Artikel 25:
  • Im Krankheitsfall hat jedes Kind das Recht auf Überprüfung der gewährten Behandlung.
  • Artikel 26:
  • Jedes Kind hat das Recht auf Leistungen der sozialen Sicherheit einschliesslich der Sozialversicherung.
  • Artikel 27:       (um sich gut entwickeln zu können)
  • Jedes Kind hat das Recht auf seine körperliche, geistige, seelische, sittliche und soziale Entwicklung.
  • Dies ist in erster Linie Aufgabe der Eltern.
  • Die Staaten sollen Eltern dabei unterstützen.
  • Jedes Kind hat ein Recht darauf, gut versorgt zu werden und sich voll zu entfalten.
  • Artikel 28:
  • Jedes Kind hat das Recht auf Bildung.
  • Um Chancengleichheit zu gewährleisten, ist Besuch der Grundschule Pflicht und unentgeltlich.
  • Allen Kindern entsprechend ihren Fähigkeiten sollen weiterführende Schulen verfügbar gemacht werden und bei Bedürftigkeit finanziell unterstützt werden.
  • Artikel 29:
  • Die Bildung des Kindes muss darauf ausgerichtet sein, die Persönlichkeit, die Begabung und die geistigen und körperlichen Fähigkeiten voll zur Entfaltung zu bringen, ihm Achtung vor Menschenrechten, Grundfreiheiten, seinen Eltern und seiner kulturellen Identität zu vermitteln.
  • Kinder sollen zu freien und verantwortlichen Menschen heranwachsen.
  • Artikel 30:
  • Ein Kind, das zu einer Minderheit gehört, hat das Recht, seine eigene Kultur zu pflegen.
  • Artikel 31:
  • Kinder haben ein Recht auf Ruhe, Freizeit, Spiel und freie Teilnahme am kulturellen Leben.
  • Artikel 32:    (Kinder dürfen nicht ausgebeutet werden)
  • Kinder haben das Recht, vor wirtschaftlicher Ausbeutung geschützt zu werden.
  • Artikel 33:
  • Kinder sind vor Gebrauch von Suchtstoffen zu schützen.
  • Der Einsatz von Kindern bei der unerlaubten Herstellung und beim unerlaubten Verkehr mit diesen Stoffen ist zu verhindern.
  • Artikel 34:
  • Kinder sind vor allen Formen sexueller Ausbeutung und sexuellen Missbrauchs zu schützen.
  • Artikel 35:
  • Die Entführung und der Verkauf von Kindern, sowie der Handel mit Kindern zu irgendwelchem Zweck und in irgendeiner Form sind zu verhindern.
  • Artikel 36:
  • Kinder müssen vor allen sonstigen Formen der Ausbeutung, die das Wohl des Kindes in irgendeiner Weise beeinträchtigen, geschützt werden.
  • Artikel 37:    (Auch straftätige Kinder haben Rechte)
  • Ein Kind, dass eine Straftat begangen hat, darf nicht gefoltert oder misshandelt werden.
  • Für die Straftaten darf weder Todesstrafe noch lebenslange Freiheitsstrafe ohne die Möglichkeit vorzeitiger Entlassung verhängt werden.
  • Freiheitsstrafe darf bei einem Kind als letztes Mittel und für die kürzeste angemessene Zeit angewendet werden.
  • Artikel 38:
  • In bewaffneten Konflikten Kinder besonders schützen.
  • Kinder unter sechzehn Jahren dürfen nicht als Soldat eingezogen werden und nicht unmittelbar an Feindseligkeiten teilnehmen.
  • Artikel 39:
  • Die Kinder, die das Opfer irgendeiner Form von Ausbeutung, Folter, Misshandlung und Vernachlässigung geworden sind, haben das Recht auf physische und psychische Genesung und die soziale Wiedereingliederung.
  • Artikel 40:
  • Auch ein straftätiges Kind muss menschenwürdig behandelt werden.
  • Die Strafe soll so gewählt werden, dass seine soziale Wiedereingliederung gefördert und gestärkt wird.
  • Ein Kind ist so lange unschuldig, bis seine Schuld nachgewiesen ist.
  • Über die Beschuldigungen muss schnell entschieden werden, dabei hat das Kind das Recht auf fachkundigen Beistand.
  • Kinder dürfen nicht gezwungen werden, als Zeuge vor Gericht auszusagen.
  • Das Privatleben eines Kindes muss in allen Verfahrensabschnitten geachtet werden.
  • Im Falle einer Verurteilung hat das Kind ein Recht darauf, das Urteil durch ein höheres Gericht überprüfen zu lassen.
  • Artikel 41:    (Wenn Nationale Gesetze besser sind)
  • Wenn Nationale Gesetze die Rechte der Kinder besser schützen, dann gelten diese besseren Gesetze.
  • Teil II
  • Artikel 42:
  • Die Staaten sind für die Bekanntmachung dieses Übereinkommens verpflichtet.
  • Artikel 43:
  • Um die Umsetzung und die Fortschritte dieses Übereinkommens in Ländern zu prüfen und kontrollieren, wird ein zehnköpfiger Ausschuss gebildet.
  • Die Aufgaben und Wahlvorgang des Ausschusses sind genau festgelegt. (!!!)
  • Artikel 44:
  • Die Länder verpflichten sich dem Ausschuss Berichte über die Massnahmen zur Verwirklichung dieses Übereinkommens und erzielten Fortschritte vorzulegen.
    1. Innerhalb von zwei Jahren nach Inkrafttreten des Übereinkommens für das betreffende Land.
    2. Danach alle fünf Jahre.
  • Artikel 45:    (Unicef hat auch was zu sagen)
  • Um wirksame Durchführung dieses Übereinkommens und internationale Zusammenarbeit zu fördern, kann der Ausschuss andere Organisationen der Vereinten Nationen um Unterstützung und Mitarbeit bitten.
  • Teil III
  • Artikel 46:    (Alle Länder sollen dem Übereinkommen beitreten)
  • Jeder Staat soll dem Übereinkommen beitreten.
  • Alle Länder können dieses Übereinkommen unterzeichnen.
  • Artikel 47:
  • Die Unterzeichnung bedarf der Zustimmung des Parlaments eines Landes.
  • Artikel 48:
  • Dieses Übereinkommen steht allen Staaten zum Beitritt offen.
  • Artikel 49:
  • Dieses Übereinkommen tritt am dreissigsten Tag nach Hinterlegung der zwanzigsten Ratifikations- oder Beitrittsurkunde bei dem Generalsekretär der Vereinten Nationen in Kraft.
  • Artikel 50:
  • Jeder Vertragsstaat kann eine Änderung vorschlagen.
  • Der Änderungsvorgang ist genau festgelegt.(!!!)
  • Artikel 51:
  • Der Generalsekretär der Vereinten Nationen nimmt Vorbehalte, die ein Land bei der Ratifikation oder beim Beitritt anbringt, entgegen und leitet ihn allen Staaten zu.
  • Artikel 52:
  • Ein Vertragsstaat kann dieses Übereinkommen kündigen.
  • Artikel 53:
  • Der Generalsekretär wird zum Verwahrer dieses Übereinkommens bestimmt.
  • Artikel 54:
  • Die Urschrift dieses Übereinkommens wird beim Generalsekretär der Vereinten Nationen hinterlegt.












Unicef= " United Nations International Children´s Fund "  Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen.  
 
 
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